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Wettereskapaden

Nein! Es hat nicht geschneit in Mbinga. Auch wenn es kurz mal so aussah!

Aber die Hagelkörner kamen mit Karacho, Blitz und Donner. Krass, solch ein tropisches Gewitter! Wir waren gerade mal kurz vorher hier in Mbinga im Regionalhaus angekommen. Da begann die Regenzeit mit voller Wucht. Die letzten Wochen muss es unerträglich heiß gewesen sein. Das erste Mal wurde das Wasser im Regionalhaus knapp. Das liegt natürlich auch an dem höheren Bedarf, durch die steigende Zahl der Menschen, den Bauprojekten und dem Wasserflaschengeschäft. Trotzdem war es ungewöhlich und Sr. Maria Agnes begann, das Wasser zu rationieren. Voller Sehnsucht wurde der Beginn der Regenzeit erwartet.

„Mit den Gästen kommt der Regen und der Segen“, so sagte sie dann gestern Abend zu uns. Dieser Segen fiel allerdings ein wenig heftig aus. Das Gemüse im Garten ist total zerschlagen, das Dach von einem kleineren Stallgebäude weg geflogen, in den Mangobaum direkt neben einem der Schwesternhäuser hat der Blitz eingeschlagen und einen dicken Ast abgebrochen, der Wind hat die Bananenstauden umgeknickt und irgendwo in der Stadt wurde ein Strommast getroffen, sodass es heute keinen öffentlichen Strom gibt. Aber dank dem Solarstrom und einem Generator sind wir hier im Regionalhaus weitgehend unabhängig.

Insgesamt sind das für die Menschen hier eigentlich schlimme Schäden und doch haben die Schwestern nach dem Gewitter froh die Wassermassen und Sturmschäden weggeräumt und aufgewischt. Die Freude über den Regen überwog und die Angst vor diesem gruseligen Gewitter war schnell vergessen. Echt eine besondere Erfahrung!