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„Kama bossi bila fedha“ – „Wie ein Boss ohne Geld“

… so der Kommentar von Sr. Vincentia, als ich ihr das Bild zeigte.

Wir waren früh dran. Aus Sorge vor erneutem Starkregen sind wir mit Sr. Vincentia schon um 5 Uhr in Ilunda aufgebrochen und hatten noch eine Stunde Zeit vor dem Abflug, um in Iringa einen Kaffee mit wunderbaren Zimtschnecken zu essen. Wertvolle Zeit, denn nun begann Sr. Vincentia von ihren Praktikumserfahrungen während ihres Studiums zu erzählen. Mit großem Engagement berichtet sie, wie sie auf die Dörfer gefahren sind und Gesprächskreise und Workshops zum Thema Gewalt in der Familie abzuhalten. Im Erzählen wird ihre Erschütterung deutlich, über das was sie an Not und Elend in den Familien erlebt hat. Sie berichtet darüber, wie normal Gewalt gegen Frauen und Kinder ist, auch sexuelle Gewalt.

Gerne arbeitet sie im Moment bei den Kindern in Ilunda, denn auch da wird sie mit schwierigen familiären Situationen konfrontiert, aber es zeigt sich auch, dass ihr Herz für die Gender-Arbeit schlägt.

Völlig unerwartet haben wir auf der Autofahrt und bei Zimtschnecken eine weitere Kämpferin gefunden! Und reisen nach Dar es Salaam weiter mit Überlegungen, wie wir am Traum von Sr. Vincentia mitarbeiten können.