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Eine lange Anreise (Gastautor: Dr. Thomas Broch)

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Es war eine lange Anreise – von Untermarchtal und Pfaffenweiler über München und Dubai nach Dar es Salaam.

Gegen 19 Uhr trifft die Reisegruppe auf dem Terminal 1 des Münchener Franz-Josef-Strauß-Flughafens ein: Sr. Anna-Luisa Kotz, Sr. Damiana Thoennes, Florian Hecke und Dr. Harald Geissler aus Untermarchtal bzw. Fulgenstadt bei Bad Saulgau und Thomas Broch aus Pfaffenweiler bei Freiburg. Am Schalter der Emirate Airline stand bereits eine lange Schlange ebenfalls reisewilliger Menschen unterschiedlichster Sprache. Die Vermutung, etwas abseits einfach noch eine kleine Weile zu warten, bis sich die Lage beruhigt haben würde, sollte sich als trügerisch erweisen. Irgendwann stehen wir – also die genannte Reisegruppe in einem nicht enden wollenden Pulk von Menschen, der sich unendlich langsam nach vorne bewegt. Kurzum: Wir haben es geschafft, der Sicherheits-Check ist überwunden, die erneut lange Schlange am Boarding-Gate ebenfalls durchgestanden, im wahrsten Sinne des Wortes … Fast eine Stunde verspätet startet die riesige Boeing 777-300ER vom Flug EK 0052, gefüllt mit rund 800 Menschen, Richtung Dubai.

Die Nacht ist entsprechend kurz, Abendessen gibt’s um Mitternacht; der Landeanflug auf Dubai erfolgt gegen 7.00 Uhr Ortszeit, also nach heimischer Zeitrechnung bereits wieder um 5.00 Uhr. Lange Wege durch den Konsumtempel mit Fluganschluss Dubai; eine Verschnauf- und Ruhepause bei Croissant mit Strawberry-Confiture und Kaffee bzw. Tee in einem scheinbar ruhigen Lokal in der ersten Etage – dann wird die Ruhe nicht endend durch eine Alarmanlage gestört, was außer uns aber kaum jemand zu stören scheint …

Erneut lange Schlange von Menschen, die alle auf dem Flug EK 0725 nach Dar es Salaam mit wollen. Irgendwie nimmt der Flieger alle auf, wartet dann aber noch unendlich lange bis zum Abflug. Gleichwohl: Dank günstiger Winde – oder wessen sonst auch immer – kommen wir ziemlich pünktlich kurz nach 15 Uhr in Dar es Salaam an. Längere Suche nach Sr. Damiana, die, wie sich herausstellt, viel früher als die anderen das Flugzeug verlassen konnte; Sicherheits-Check mit Stichprobe bei zwei Koffern von Sr. Anna-Luisa – und dann: unvorstellbares Gedränge und Chaos, lang anhaltend, am Gepäckausgabeband. Aber auch das schaffen wir. In der Halle nimmt uns Joseph, der Fahrer der Benediktiner in Kurasini, in Empfang, und mit uns NN. Aus Lauchheim bei Aaalen, die in Tansania ein vierwöchiges Klinik-Praktikum absolvieren will. Über die heiße und staubige Verbindungsstraße zwischen dem Flughafen und der Stadt, vorbei am Neubau des Flughafens, dem Stadion, dem City-Centre, vorbei an Straßenhändlern und einem großen Friedhof … erreichen wir das wie eine Oase hinter Mauern abgeschirmte Kloster und Gästehaus der Münsterschwarzacher Missionsbenediktiner.

Bezug der Zimmer, erfrischende Dusche, schmackhaftes Abendessen mit vielen Erinnerungen an dies und das, diesen und jenen – und zum Abschluss ein tansanisches Safari-Bier in kleiner Runde. Auch der neue Abt-Administrator von Peramiho, P. Silvanus, gesellt sich kurz dazu. Frühe Bettruhe.