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Wo anfangen?

Jedes Mal, wenn wir nach einer ewig langen Fahrt über die Sandpisten an der Grenze zu Mosambik im „Nirgendwo“ von Mkenda ankommen und wie eine Lawine die aktuellen Probleme und Herausforderungen über uns hinwegrollen, denke ich „Wo sollen wir nur anfangen?“. Und die Versuchung, „das schaffen wir nie!“ zu denken, ist riesig. Inzwischen liegen ja auch viele Irrtümer und Fehlversuche hinter uns! Angefangen beim Wasser! Oder dem Bau der Dispensary! Und doch!

Inzwischen hat Sr. Antide mit einer kleinen Gruppe im Kindergarten begonnen, und die Kinder lesen uns schon erste Wörter aus dem Buch vor. Überhaupt, diese Kinder sind solch eine Freude. Gerade weil es so eine kleine Gruppe ist, merkt man die spezielle Förderung der Kinder an.

Aber auch sie wissen schon, dass das Wasser eine der größten Herausforderungen ist. Sie erklären uns, wo sie sich waschen und wie vorsichtig sie mit dem Wasser umgehen müssen. Sie zeigen uns die verunreinigten Brunnen und die kleinen Bäume, die sie gepflanzt haben und die sie mit dem Spülwasser gießen.

Doch es geschieht noch mehr. Seit einer Woche funktioniert die Maismühle, so dass die Leute im Dorf endlich ihren Mais nicht mehr teuer mit dem Bus in die Stadt zum Mahlen und Verkaufen transportieren müssen. Und der Traktor ist auf dem Weg und wird nicht nur auf der Farm sondern auch beim Bau des nächsten Gebäudes helfen.

Aus den Steinen der Dispensary, die die Regierung an einem anderen Platz haben wollte, weil sie dort, wo die Schwestern mit dem Bau begonnen hatten in ferner Zukunft eine Straße bauen will, haben die Schwestern zwei kleine Räume ans Schwesternhaus angebaut, in denen Schwester Joyce nun ihre Erste-Hilfe-Station eingerichtet hat.

Irgendwie geht also was! Unglaublich! Nur das Wasser! Wir brauchen dringend eine Lösung. Dazu kommt diese unglaubliche Hitze.