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Von Dubais Glitzerwelt auf den Dar es Salaamer Chaosflughafen

dubai

…dabei kann ich gar nicht sagen, dass mir die Dubaier Glitzerwelt sympathischer ist als das tansanische Chaos… naja, wenn ich nach 90 Minuten in der Schlange vor dem Visaschalter stehen, gefragt worden wäre, hätte ich es vermutlich nicht so sympathisch gefunden, was die Tansanier da so mit ihren Gästen machen… Klar ist, dass der Flughafen in Dar es Salaam einfach aus allen Nähten platzt, die Klimaanlage nicht für die vielen Menschen und die offenen Türen ausgelegt ist und dass die Vorschriften seit der Wahl von Magufuli strenger wurden oder jetzt kontrolliert werden. Vor allem der Missbrauch der Besuchervisa wird überall befürchtet und kontrolliert.

Doch dann sind wir – während des Wartens – langsam angekommen in Tansania. Einer der Zollbeamten kam aus Maguu und kannte noch die Namen der Missionarinnen dort. Er hat sich nur nicht so richtig getraut, seine Freude über die Begegnung zu zeigen, schließlich sind Zollbeamte Respektspersonen!

Und dann erzählte uns eine junge Frau von ihrem Energieversorgungsprojekt. Sehr spannend für unsere Ohren. Sie berichtet, dass sie Menschen schulen wird, eine Umweltstudie nach internationalem Standard zu machen. Im Projekt geht es um Hochspannungsstromleitungen, die durch deutsche kfw-Mittel (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und verschiedene Banken finanziert werden. Für die Bevölkerung und die Mitarbeiter vor Ort nicht einfach zu verstehen, warum sie sich an deutsche, bzw. internationale Umweltstandards halten sollen, wenn sie doch einfach nur Strom – und damit Entwicklung und Fortschritt haben wollen. Sicher eine besondere Herausforderung für die junge Frau. Warum das für uns spannend war, erzähl ich ein anderes Mal…

Auf alle Fälle – tumshukuru Mungu (Gott sei Dank) – wir sind gut und gesund in Kurasini gelandet und ruhen uns aus für den morgigen Tag.