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Reise mit Hindernissen

Gut in Dar es Salaam angekommen, ging es am Donnerstag gleich nach Segerea und Luhanga, um die Schwestern zu besuchen. Dar es Salaam war entsetzlich heiß und wir waren froh, als wir uns am Freitag wieder auf die Reise machen konnten. Ob das Huhn in unserem Kofferraum sich gefreut hat, wage ich zu bezweifeln. Seine letzten Stunden waren gezählt.

Neben dem Huhn war das Auto übervoll – mit Koffern, Einkäufen und Schwestern. Ja, und Kerstin, eine der Prokuramitarbeiterinnen war auch mit von der Partie. Dösend, betend, schwätzend, vor allem aber schwitzend erschraken wir kurz vor dem Mikumipark an einem Knall. Einer der Reifen war geplatzt. Gott sei Dank waren wir nicht so schnell unterwegs, so dass Josef, unser Driver das Auto schnell zum Stehen gebracht hat. Ebenso schnell war auch der Reifen gewechselt. Hilfe war auch rasch da, ein junger Bauarbeiter, der den doch heftigen Verkehr, um uns herum regelte und als Dank unser Huhn erhielt, dem es wohl doch ein wenig zu heiß geworden war.

Zum Glück passierte es kurz vor dem Mikumipark. Wilde Tiere aus dem Auto heraus anschauen, ist doch sehr spannend. Eine Panne im Park wäre doch ein wenig zu viel Spannung für uns gewesen.

In der nächsten Stadt nach dem Mikumipark suchten wir sofort eine Werkstatt auf, um einen neuen Ersatzreifen zu kaufen. In der „Rambo Garage“ beim „King of the Road“ wurden wir dann Zeuge tansanischer Mechanikerhandarbeit. Unglaublich!

Gott sei Dank, denn wenige Stunden später gab es den nächsten großen Knall. Dieses Mal hinten links. Auf den Felgen bei durchaus höherem Tempo kam Josef problemlos zum Stehen. Völlig zerfetzt lagen die Reste des Reifens auf der Straße. So schnell also wurde unser neuer Ersatzreifen gebraucht.

Ein wenig unsicher fuhren wir weiter, auf der Suche nach einer neuen Werkstatt auf dem Weg nach Ilunda. Erst in Iringa fanden wir dann wenigstens einen Reifen. Allerdings war es schon dunkel und es gab niemanden mehr, der uns den Reifen aufgezogen hätte. Doch inzwischen hatte es ja auch ein wenig abgekühlt und die Gefahr einer neuen Panne war geringer geworden.

Dafür war es aber auch richtig spät geworden und wir waren noch weit von Ilunda entfernt und die Autofahrten im Dunkeln in Tansania sind alles andere als ungefährlich. Doch irgendwann gegen Mitternacht kamen wir sicher und vor allem sehr müde in Ilunda an. Doch die größte Leistung ging an diesem Tag von unserem Fahrer – und unseren Schutzengeln aus.