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Unterwegs

Fahrt nach Matamba

Nachdem wir gestern die 800 km von Dar es Salaam bis Ilunda in 15 Stunden hinter uns gebracht haben und heil und sicher durch Verkehrschaos, an Unfällen vorbei und um heiße Überholmanöver herum in Ilunda angekommen sind, ging es heute morgen schon wieder weiter. Den kürzeren aber weitaus gefährlicheren Weg nach Matamba hat die letzte Regenzeit weggeschwemmt. So saßen wir auch heute wieder über acht Stunden ein wenig zusammengefaltet im Auto, um die Schwestern in Matamba zu besuchen. Der längere Weg fordert immer noch ausreichend Abenteuerlust und Nerven, vor allem aber schenkte er uns herrliche Ausblicke.

Auf der Fahrt gestern hatte sich die Landschaft schon unzählige Male verändert. Auch heute war das so… weggefahren sind wir in der vom Wind zerzausten Hochebene von Ilunda. Hier im Kinderdorf packen sich die Schwestern schon immer in zwei bis drei Strickjacken ein. Schließlich liegt Ilunda bei fast 2000 Höhenmeter. Doch dann geht es weiter über die Makambako Richtung Mbeya, dort wird die Landschaft immer dorniger, trockener und struppiger. Und plötzlich erlebt man die Weite afrikanischer Savannenlandschaft bis es dann noch einmal fast siebenhundert Höhenmeter nach oben geht – über eine Sandpiste mit einer Steigung, die in Europa unmöglich wäre – und plötzlich steht man auf der nächsten, sehr fruchtbaren und dicht besiedelten Hochebene von Makambako. Hier leben vier Schwestern in einer Diasporasituation. Nur ca. 1 Prozent der Bevölkerung sind Christen. Sie betreuen dort ein Hospital und beginnen gerade mit der Ausbildung von jungen Frauen als Schneiderinnen. Besuch erhalten die Schwestern eher selten. Der Weg ist einfach sehr beschwerlich und in der Regenzeit auch richtig gefährlich. Deshalb haben sie sich umso mehr über unseren Besuch gefreut.