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Provinz ist keine Landschaft, sondern ein Zustand (Manfred Rommel)

Manfred Rommel am Stuttgarter Flughafen überrascht mich mal wieder. Auf den Punkt gebrachte Lebensweisheit und Lebensstil der Region.

Untermarchtal, tiefste oberschwäbische „Provinz“, habe ich heute in der Frühe hinter mir gelassen. Dort trifft sich heute das Außenteam um den Jugendtag vorzubereiten…  so gar nicht provinziell!

Jetzt bin ich auf dem Weg über Zürich nach Dar es Salaam. Montag geht es weiter nach Mbeya, Dienstag Mwimwa. ein Ort, an dem ich noch nie war, von dem ich auch noch nie hörte. Ich bin gespannt. In der ersten Woche werde ich also keines unserer eigenen Projekte besuchen.Vielleicht ist es deshalb mal an der Zeit, sich auch im Blog Tansania in seiner Vielfalt zu nähern, den Fokus auf die Hilfsprojekte zu verlassen und anderen Perspektiven Raum zu geben. Ich vermute, das wird mir nicht immer gelingen. Aber ein Versuch ist es wert. Und es ist auch ein immer lauter werdenden Forderung der Menschen hier. „Zeigt doch auch die Schönheit unseres Landes“, „zeigt das ganz normale Leben“, „schaut nicht immer nur auf die Armut, auf das was in Euren Augen nicht funktioniert“… Vielleicht meinte Rommel was ähnliches, wenn er allen Verächtern des „Provinziellen“ erklärt, dass die Provinz meist in unseren Köpfen beginnt.