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Müde Felder

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„Mama Anna-Luisa, unser Feld ist müde!“… So oder so ähnlich beginnen manche Gespräche und dann fahren wir zu irgendeinem Feld, dass die Schwestern gepachtet haben und gerne kaufen wollen und je länger die Fahrt geht, umso deutlicher sehe ich die Dieselrechnung, die den Erlös aus dem Verkauf des Gemüses auffrisst. Ich erinnere mich, irgendetwas mal über Fruchtfolge gelernt zu haben, lange her und sicher nicht für Tansania und doch frage ich. Natürlich wechseln sie … Sonnenblumen, Mais, dann Reis… Reis? Naja, da kann aber was nicht stimmen…  Reis braucht Wasser, das weiß sogar ich… Wurde meine Frage nicht verstanden oder ist das ein Test? Ich lache… „Reis?“ Sie lachen mit. Also war es ein Test.

Doch was ist die Lösung für „müde Felder“, landwirtschaftlich ungebildete Missionsprokuratorinnen und Tansanier, die aufgrund des Bevölkerungswachstums und einem veränderten Landrecht gerade einen verständlichen Drang zum Landerwerb haben?

Auf der Fahrt in den tansanischen Busch erklärt uns Abt Anastasius einiges über „müde Felder“. Für mich wird einiges klarer. Und vor allem wird deutlich, dass wir uns diesem Thema noch mal widmen müssen, denn an allen Stationen werden Nahrungsmittel selbst erzeugt, die Diskussion über die „müden Felder“ wiederholt sich immer wieder. Doch für heute bin ich erst mal zufrieden, wenn ich sehe, dass auf diesem Feld, weit außerhalb nicht nur für die Schule angebaut wird, sondern auch drei Familien ein Einkommen als Arbeiter haben. Das muss jetzt erst mal reichen.

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Alexandra Leibiger und Abt Anastasius

Alexandra Leibiger und Abt Anastasius