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Endgültig

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Seit Samstag drücke ich mich davor, von den Beerdigung zu schreiben. Doch irgendwie schulde ich es Sr. Assumpta und den Menschen, die sie in Tansania und in Europa schätzten und in ihr eine treue und zuverlässige Partnerin in der gemeinsamen Arbeit für das Wohl der Kinder in Loreto sahen. Für manche ist Freundschaft über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg entstanden.

Viele, sehr viele Menschen haben Sr. Assumpta auf ihrem letzten Weg begleitet, Viele Schwestern. Aus allen Konventen kamen Schwestern angereist. Verwandte und Angehörige ihrer Volksgruppe, die in Mbinga wohnen. Viele Priester. Alles war sehr gut vorbereitet. Vielleicht war der Chor besonders beeindruckend… zumindest trugen die ruhigen, meditativen Gesänge mit den vielen Wiederholungen zu der würdigen Atmosphäre bei.

Während die Menschen in Deutschland nach dem Hinunterlassen des Sarges möglichst schnell vom Friedhof eilen, bleibt man hier so lange stehen, bis das Grab wieder verschlossen ist. Männer schaufeln, unterstützt von den Angehörigen das Grab sofort zu, dabei ist meist ein Mann im Grab und trampelt die Erde fest. Das unterstreicht irgendwie die Endgültigkeit des Todes. Anschließend dürfen verschiedene Menschen, die ihr nahe standen und besonders „wichtige“ Menschen, die Kränze auf dem verschlossenen Grab niederlegen, auch die Kinder von Loreto haben sich beteiligt. Und am Ende haben ihre Kursschwestern einen Kreis um das Grab gebildet und gemeinsam ein Lied Schwester Assumpta zum Abschied gesungen.