Orden

Die Missionsprokura der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Untermarchtal – Brücke nach Afrika

Keimzelle der Missionsprokura ist das Mutterhaus im oberschwäbischen Untermarchtal. Von dort brachen 1960 vier Schwestern auf, um im Südwesten von Tansania Christus im Nächsten zu dienen. Das Engagement der Vinzentinerinnen stieß auf fruchtbaren Boden: Heute sind rund 230 tansanische Mitschwestern an 22 Missionsstationen aktiv im Dienst an Hilfsbedürftigen aller Generationen. Und die Botschaft breitet sich weiter aus. Inzwischen wurden junge äthiopische Frauen in Tansania ausgebildet und bauen nun mit Hilfe tansanischer und deutscher Schwestern eine Gemeinschaft mit dem vinzentinischen Charisma in Äthiopien auf.

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern entsendet somit seit über 50 Jahren Schwestern aus ihrer Ordensgemeinschaft zum Dienst in die Mission. Bindeglied für die Missionarinnen ist seit diesem Zeitpunkt die Missionsprokura im Mutterhaus in Untermarchtal.

Die Schwestern und ihre Mitarbeiter in der Missionsprokura kümmern sich um geistige, organisatorische und finanzielle Belange ihrer Mitschwestern vor Ort. Häufig geht es um

Entwicklungen, Bauvorhaben oder Themen wie Ausbildung und Einsatzmöglichkeiten der Schwestern. Aber auch als Anlaufstelle für freiwillige Helfer, Spender und Sponsoren von Projekten sind die Schwestern in Untermarchtal da. Mit viel Kreativität und Einsatz entsteht so über tausende Kilometer hinweg ein effizientes Zusammenspiel zum Wohl der Menschen in Tansania und in Äthiopien.

Für alle, die sich ein umfassendes Bild über die Aufgaben und Struktur der Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Untermarchtal machen wollen, hält die Homepage www.untermarchtal.de viele Informationen bereit. Zu diesem Orden bischöflichen Rechts mit Sitz in Untermarchtal gehören heute rund 300 Schwestern, die ihr Leben ganz in den Dienst an den Mitmenschen stellen.

Der Ordenspatron Vinzenz von Paul gilt als Begründer der modernen Caritas. Zusammen mit Luise von Marillac hat er im 17. Jahrhundert in Paris begonnen, junge Frauen zum Dienst an Armen, Kranken, Findelkindern und Sträflingen ausgebildet. Seine Sendung lautete: „Ihr habt als Kloster die Häuser der Kranken, als Zelle eine Mietkammer, als Kapelle die Pfarrkirche, als Kreuzgang die Straßen der Stadt, als Klausur den Gehorsam, als Gitter die Gottesfurcht und als Schleier die heilige Bescheidenheit.“ So ist der Hl. Vinzenz von Paul bis heute ein Vorbild an gelebter Nächstenliebe und spürbarer Hilfe, getreu seinem Motto „Liebe sei Tat“.